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Brief Reaktionen

NRW Ministerium bestätigt (indirekt): Keine Schutzwirkung durch MNB nachweisbar.

Liebe Eltern,

Am 19.11.2020 haben wir eine Antwort auf unseren offen Brief (vom 16.10.2020) vom NRW Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (Hr. Laumann) erhalten. Der Absender ist Dr. Julia Zeitler.

Die Autorin des Briefs geht leider nicht auf unsere Fragen nicht ein. Bzw. werden nur zwei folgende Studien als „Beweis“ für die Wirksamkeit der MNB zitiert.

Wie haben uns diese Studien angesehen und haben festgestellt, dass die keinerlei neue Erkenntnisse über eine nachgewiesene Schutzwirkung durch MNB für die Allgemeinheit enthalten. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Erste genannte Studie aus Niederlande:

Sabel et ai., Professional and Home Made Face Masks reduce Exposure to Respiratory Infections among the General Population, in: PLoS One. 2008; 3(7): e2618.

In dieser bereits alten Studie, nämliche aus dem Jahr 2008, steht u.A. folgendes: „The home-made masks only provided marginal protection”. Die Schutzwirkung einer MNB ist also nur marginal.

Desweiteren heißt es dort „A recent analysis of the 1918 epidemic, noted that cities where strict interventions were implemented early on to prevent transmission, were overall worse-off than cities where some degree of transmission occurred early on [16]. Given the need for the population to acquire sufficient natural immunity over time, it can not be excluded that the amount of protection conferred by home made masks might sufficiently reduce viral exposure to impact on transmission during the early waves, while allowing people enough exposure to start mounting an efficient immune response. Further field studies are needed to assess acceptability and effectiveness of masks worn by people from the general population. Also, experimental data are needed to develop dose-response models which may improve understanding of determinants of transmission. A cost-effectiveness analysis might give further insights in the relative benefits of home made masks.”

Trotz der Erkenntnis, dass das Infektionsgeschehen in Städte durch staatliche Interventionen es nur schlimmer gemacht haben, wird ein Tragen der MNB trotzdem Empfohlen und zwar jedoch nur für die erste Welle. Generell vermittelt hier die Studie den Eindruck, dass das vorrangige Ziel das Erreichen einer Herdenimmunität als vorrangiges Ziel betrachtet werden sollte.

Zweite genannte Studie aus USA

Chughtai et ai., Effectiveness of Cloth Masks for Protection Against Severe Acute Respiratory Syndrome Corona virus 2, in: Emerg Infect Dis 2020 Oct (28. Juli 2020)

Auch diese Studie liefert keinerlei neue Erkenntnisse und fast lediglich noch ältere Studien, nämlich aus den Jahren 2000-2007 zusammen. U.a. heißt es dort „We found that the filtration effectiveness of cloth masks is generally lower than that of medical masks and respirators.” und trotzdem wird das Tragen von MNB empfohlen, obwohl diese Studie auch selbst bestätigt, dass es keine nennenswerten Beweise für die Schutzwirkung der Allgemeinheit dadurch gibt.

Fazit

In einfache Sprache übersetzt, heißt die Antwort: „Wir empfehlen (schreiben) das Tragen von Masken von MNB vor, weil früher dies auch so gemacht wurde, obwohl die Schutzwirkung nie bewiesen wurde“.

Wir verstehen daraus, dass das Ministerium, trotz der fehlenden Nachweise der Schutzwirkung, die mögliche Gesundheitsschädigung, die beim Tragen der Masken bei Kindern entstehen können, in Kauf nimmt, nur weil dies auch früher so gemacht wurde.

Auf die Frage der Haftung geht das Ministerium überhaupt nicht ein.

Wir sind über derartige Antwort empört und verfassen derzeit eine neue Antwort vor.

Das Original-Schreiben des Ministeriums können Sie hier zum Nachlesen herunterladen:

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